Österreichische Hochschüler*innenschaft

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Die ÖH-Struktur im Überblick

Eine ausführliche Beschreibung der ÖH-Struktur findet sich im Studien- und Sozialrechtswiki der ÖH Bundesvertretung. Hier haben wir erstmal versucht eine Visualisierung dieser Struktur zu erstellen, weil sich Organigramme oft doch viel einfacher lesen als lange textuelle Beschreibungen. Einfach auf das kleine Bild rechts klicken, dann wird eine größere Version geladen.

Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH)

Ist die gesetzliche Interessensvertretung (fast) aller Studierenden in Österreich, in der alle Student_innen von öffentlichen Universitäten (Unis), pädagogischen Hochschulen (PHs) und Fachhochschulen (FHs) automatisch Mitglied sind und deshalb jedes Semester den ÖH Beitrag zahlen müssen. Gesetzliche Grundlagen hierfür ist (für uns) vor allem das HSG, das die grundsätzlichen Rahmenbedingungen regelt.

Ebenen der ÖH

Wie auf dem Organigramm sichtbar und auf dem Studien- und Sozialrechtswiki der ÖH erklärt, gibt es drei bis vier verschiedene "Ebenen". Organe öffentlichen Rechts sind aber nur die ÖH Bundesvertretung und die jeweiligen (Fachhochschul-, Pädagogische Hoschschul- und) Universitätsvertretungen.

ÖH-Wahl an den Unis

Alle zwei Jahre werden an jeder Universität Studienvertretungen (StVen) und Universitätsvertretung (UV) gewählt. Bei den StVen lassen sich die Mandatar_innen direkt wählen, auf UV-Ebene wählt mensch Listen (Fraktionen). Die UVen entsenden nach einem bestimmten Schlüssel Mandatar_innen in die BV. Ob und wie in "Organe nach HSG §12 (2)" (auf der Uni Wien z.B. Fakultäts- u. Zentrumsvertretungen) entsendet wird (oder es diese Organe überhaupt geben soll), entscheidet jede UV in ihrer Satzung selbst.

Aufbau der Bundesvertretung (BV)

In der Satzung der BV ist geregelt, wie die BV aufgebaut ist. Grundsätzlich kann mensch zwischen Bundesvertretungssitzung und BV-Exekutive unterscheiden. In den BV-Sitzungen werden alle grundlegenden Entscheidungen getroffen (Satzungsänderungen, Bestellung der Referent_innen, ...), allerdings wird die Vertretungsarbeit von den Referaten der BV geleistet, die meistens von den Koalitionsfraktionen beschickt werden.

Universitätsvertretungen (UV)

Ähnlich wie die BV funktionieren auch die UVen, zumindest formal. Welche genauen Einrichtungen es auf einer UV gibt (z.B. Referate, spezielle Gremien, Projektbudget-Töpfe, ...), hat diese auch in ihrer Satzung festzuhalten. Da die Studien- und Fakultätsvertretungen keine eigenständigen organe öffentlichen Rechts sind, müssen sie ihre Agenden zumeist über die UV abwickeln (zumindest was die Budgetverwaltung und manch andere offizielle Dinge betrifft).

Siehe ÖH Uni Wien, HTU

Studienvertretungen (StV) und Fakultätsvertretungen (FV)

Studienvertretungen bestehen (rein formal) aus 3 oder 5 (je nach Größe der Studienrichtung) Mandatar*innen. Diese agieren (wiederum rein formal) wie ein kleines Miniparlament. Sie wählen eine*n Vorsitzende*n und bis zu zwei Stellvertreter*innen. Die*der Vorsitzende entscheidet dann erst mal als Exekutivorgan, in gewissen Fällen müssen alle Mandatar*innen zu einer Sitzung der gesamten StV eingeladen werden. Bei den FVen funktioniert das auch so, nur dass es da bei den größeren FVen bis zu 11 Mandatar*innen gibt, die wiederum von den in der FV zusammengefassten StVen entsandt werden. In der Praxis ist das klarerweise nicht nur unpraktisch, sondern auch (in einem emanzipatorischen Sinn) widersinnig. An der Uni Wien gibt es daher beispielsweise viele Basisgruppen und Institutsgruppen, die basisdemokratisch verfasst sind. Dort muss es zwar formal auch Vorsitzenden und deren Stellvetreter*innen für die angegliederte StV oder FV geben, damit die z.B. bei Budgetausgaben oder bei Gremien-Entsendungen ihre Unterschrift aufs Formular setzen, an sich haben diese aber sonst keine Sonderrolle. Entscheidungen werden dort auf regelmäßigen Plena getroffen wo alle interessierten gleichermaßen mitreden und mitentscheiden können. Dann gibt es freilich auch noch Studienvertretungen die kein so ein basisdemokratisches Modell verfolgen, aber selbst dort ists es meist der Fall dass auch andere Personen an den Tätigkeiten der StV mitarbeiten. Die müssen sich halt dann immer wieder von ihren Chefs, den Vorsitzenden, blöde Ansagen gefallen oder es halt sein lassen.